Recruiting in der Praxis: Wenn eine Stelle lange unbesetzt bleibt

Recruiting in der Praxis: Wenn eine Stelle lange unbesetzt bleibt


Recruiting in der Praxis: Wenn eine Stelle lange unbesetzt bleibt

Ein Hotel stand im Recruiting vor einer besonderen Herausforderung


Die Rezeption sollte verstärkt werden, doch trotz zahlreicher Bewerbungen blieb die Stelle über einen langen Zeitraum unbesetzt. Es mangelte also nicht an Interessenten, sondern an einer passenden Besetzung.


Zuvor wurden bereits umfangreiche und kostspielige Stellenanzeigen geschaltet – ohne den gewünschten Erfolg. In der Analyse zeigte sich, dass drei Faktoren entscheidend waren: Arbeitszeiten, Gehaltsrahmen und die Anforderungen an die Einarbeitung.
Gesucht wurde eine Person aus dem Bürobereich mit möglichst viel Erfahrung, die schnell einsatzfähig ist. Gleichzeitig waren die Einarbeitungsprozesse sehr umfangreich, was die Anforderungen zusätzlich erhöhte.


Nach Gesprächen mit allen Beteiligten und einer detaillierten Analyse der Abläufe habe ich den Recruiting-Ansatz gemeinsam mit dem Unternehmen neu strukturiert. Statt einer klassischen Vollzeitstelle wurde die Position neu gedacht: Die Vormittagszeiten wurden als Teilzeitstelle (9 bis 13 Uhr) für eine stabile Besetzung ausgeschrieben, während die Nachmittags- und Abendschichten gezielt an Studenten vergeben wurden, die im Rotationsmodell arbeiteten.
Auch den Einarbeitungsprozess habe ich vollständig überarbeitet. Aufgaben wurden klar strukturiert, in kleine Schritte unterteilt und so gestaltet, dass früh erste Erfolgserlebnisse entstehen und gleichzeitig schnell Routine aufgebaut werden kann.
Durch diese Anpassungen konnte die Sichtbarkeit der Stelle deutlich erhöht werden – es gingen rund 40 qualifizierte Bewerbungen ein. Die zuvor über lange Zeit offene Position konnte schließlich innerhalb weniger Monate erfolgreich und nachhaltig besetzt werden.


Auch nach der Besetzung habe ich den Prozess im Onboarding weiterhin begleitet, um Fragen zu klären und den Einstieg zu erleichtern. So entwickelte sich Schritt für Schritt ein stabiles und funktionierendes Team.

Fazit

Oft sind es nicht fehlende Bewerber, sondern die Struktur der Stelle selbst, die über Erfolg oder Misserfolg im Recruiting entscheidet. Bereits kleine Anpassungen in Arbeitszeitmodellen, Erwartungshaltung und Einarbeitung können den entscheidenden Unterschied machen.


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